Die Mythen der spirituellen Szene. Groß ist das Bedürfnis nach geistiger Sammlung, groß auch das Angebot an Methoden zur Meditation. Steven Harrison unterzieht dieses Angebot einer kritischen Prüfung. Ist es Achtsamkeit, ist es Hingabe, sind es Chakren und Mantren, die zur Erleuchtung führen? Braucht es Disziplin, einen Lehrer und enorm viel Zeit? Sei wo Du bist - sind wir das nicht ohnehin? Tatsächlich dreht sich Meditation oft um die Entdeckung des Offensichtlichen: Leben, Atem, Körper, Beziehung. Kein okkultes Mantra vermag uns die Geheimnisse zu enthüllen, keine noch so erhabene Stufe der Versenkung wird uns vor den Anforderungen des Alltags bewahren. Der Autor von «Nichts tun» räumt auf mit den Mythen der spirituellen Szene. Ein moderner Mystiker stiftet an zur Wahrheit des Offensichtlichen: Wir alle sind Meister der Meditation. Vorüberziehende Wolken trüben nicht den Himmel. Steven Harrison stellt Fragen, und er macht deutlich, dass es keineswegs darauf ankommt, die richtigen Antworten zu finden. Ganz im Gegenteil. Das Leben selbst ist die Meditation. «Was fangen Erleuchtete mit ihrer Freizeit an? Und warum spricht kein Mensch darüber? Kann es sein, dass Erleuchtete sich die Abendnachrichten ansehen, dass sie ein Video ausleihen oder zu Hause Computerspiele spielen? Wenn sie nach Feierabend genauso sind wie wir, sind sie dann während der Bürostunden wirklich so, wie sie vorgeben zu sein? Vielleicht können sie es gar nicht erwarten, endlich mit ihren tief gründigen Darlegungen fertig zu sein, damit sie nach Hause gehen können, um die letzten Kapitel eines angefangenen Liebesromans fertig zu lesen oder mit Freunden am Telefon ratschen können.» [Buchauszug] |
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