Aus fernen Welten

Ulrich Kramer:

Aus fernen Welten

Was uns zur Inkarnation auf der Erde bewegte.

Leseprobe

Aus der Einleitung

Ist das Paranormale ganz normal?

In Band I lasen Sie von vergangenen Inkarnationen, Geistern und Dämonen. Obgleich man meinen sollte, daß das doch schon genug des Zumutbaren sei, muß sich der Leser in diesem zweiten Band auf noch weit kontroversere psychische Dimensionen gefaßt machen.

Wenn im folgenden von Astralreisen und Entführungen durch Raumschiffe gesprochen wird, dann – um meine Absicht als Autor ein weiteres Mal zu verdeutlichen – nicht um des Spektakulären willen, sondern weil meine Sitzungspartner nun einmal von sich aus, spontan und ohne es zu wollen, auf diese Zusammenhänge stoßen, wenn sie ihre persönlichen Blockaden und Begrenzungen untersuchen. Da es sich hier nicht um Einzelfälle handelt, halte ich es für angebracht, diese Dinge offen bekannt zu geben, denn wenn es damit seine Richtigkeit haben sollte, so würde das nicht wenig an unserem gewohnten Weltbild rütteln. [...]

Aber was ist «normal»? Die Antwort auf diese Frage ist bekanntlich sehr relativ, denn sie hängt immer von den Erfahrungen und Fähigkeiten der jeweiligen Person ab, und diese wiederum sind weitgehend von der Prägung durch das entsprechende Umfeld (Erziehung, Bildung, Zivilisation) abhängig. Wer eine Aura sehen kann, hält das für normal, wer es nicht kann, für den ist das paranormal. Oder sogar anormal. Wie viele Kinder sprechen von Lichtkränzen um die Menschen, von unsichtbaren Wesen in der Natur, von früheren Leben? Und wie reagiert die normale Zivilisation darauf?

Im vorliegenden Buch wird aber nicht von Kindern mit spontaner «paranormaler» Begabung oder von «hellsichtigen» Erwachsenen berichtet, sondern von ganz «normalen» Menschen. Und gerade das ist das Erstaunliche. Sie meldeten sich für MindWalking-Sitzungen an, weil sie für ihr eigenes Leben bestimmte Klärungen wollten. Sie erwarteten nichts Paranormales, die meisten von ihnen wußten gar nichts von solchen Themen.

Aber immer wieder geschieht es, daß solche «normalen» Menschen bei der Entdeckungsreise in ihre Psyche mit Bildern von paranormalen Szenen konfrontiert werden. Dies zeigte sich bereits in Band I in Form von Erinnerungen an frühere Leben, außerkörperliche Zustände und telepathische Vernetzungen. Hinzu kommen, wie hier in Band II dokumentiert, Bilder von kosmischen Ereignisspuren, die nicht nur außergewöhnlich, sondern sogar außerirdisch sind. Und die Frage stellt sich: Welcher Realitätsgehalt kommt solchen Erinnerungen zu? Auf welche konkreten Wahrnehmungen und Erlebnisse gehen solche Erinnerungen zurück? Ist das Paranormale vielleicht normaler, als wir normalerweise denken? [...]

Geistige Vernetzungen sind möglich, weil alle verkörperten wie auch nichtverkörperten Wesen in der Dimension eines hypothetischen «geistigen Überraums» miteinander verbunden sind. Dieser metaphysische Bereich ist nicht physikalisch lokalisiert, sondern ist «überall gleichzeitig». Er ist die Speicher- und Transmitterebene von Gedanken und Mentalfeldern. Hier ist das Internet der Seelen verankert.

Obwohl es eine romantische Perspektive sein mag, daß alle geistigen Wesen potentiell miteinander vernetzt sind, darf man dabei nicht die Tücken übersehen. Denn nicht alle Teilnehmer im Netz sind rücksichtsvoll und selbstlos. Genauso wie man beim Surfen im Internet böse Überraschungen erleben kann, wenn man unvorsichtig ist und sich nicht schützt, so kann man auch im geistigen Internet Viren einfangen, auf fremde Adreßlisten geraten oder von Hackern angepeilt werden. Eigene Daten können geraubt, verfälscht oder gelöscht werden; ebenso kann es vorkommen, daß jemandem fremde Programme «eingespielt» oder falsche Erinnerungen aufkopiert werden. Dies kann sogar über galaktische Dimensionen hinweg geschehen, wie aus den Erlebnisberichten im vorliegenden Buch hervorgeht.

(S. 9-14)

Aus dem Exkurs «Alles Hirngespinste?»

Die erste soeben hier vorgestellte Sitzungspartnerin kam vom Orion, die zweite vom Sirius – was ist davon zu halten? Diese Frage bewegt nicht nur den Leser, sondern auch den Sitzungsleiter. So sehr der Erfolg einer Sitzung darauf beruht, daß der Sitzungsleiter die Rolle des unvoreingenommenen Zuhörers einzunehmen vermag, macht er sich nach Abschluß einer Sitzung doch seine von gesunder Skepsis getragenen Gedanken. [...]

Während der Sitzung ringen Menschen Stunde um Stunde mit sich, um einer Wahrheit auf die Spur zu kommen, die sie einerseits zwar erahnen, andererseits aber am liebsten weit von sich weisen würden, weil sie befürchten, daß ihre Weltanschauung dadurch auf den Kopf gestellt werden könnte. Nach dem Motto: Ich will's zwar wissen, aber eigentlich will ich's nicht wissen. Im Verlauf dieses Ringens kommt es zu emotionalen Aufwallungen von Traurigkeit, Zorn und freudigem Erkennen.

Wie soll man Erzählungen der Marke «ich komm von einem anderen Stern» nun werten? Sind das reine Hirngespinste, oder ist das wirklich so? [...] Nach wie vor haben wir es zu tun mit rein persönlichen Einsichten, mit Ahnungen, die sich zu persönlichen Gewissheiten wandeln, gefolgt von Erleichterung und einer neuen Sicht aufs Leben. Diese Einsichten können falsch sein.

Geht es also um nichts als Hirngespinste? Nicht unbedingt. Denn wäre dem so, dann müssten all die zitierten Sitzungspartner mehr oder minder wahnsinnig sein. Und nicht nur sie, sondern praktisch alle meine Sitzungspartner, denn früher oder später stößt jeder von ihnen auf derlei Absonderlichkeiten. Sie müssten also allesamt wahnsinnig sein. Auch die Ärzte unter meinen Kunden, die Psychologen, die Juristen, die Geschäftsführer, die Manager? Das wollen wir doch mal besser nicht hoffen!

Sollte es aber der Wahrheit entsprechen, was meine Sitzungspartner da erzählen – sind sie dann tatsächlich von fremden Sternen hierhergekommen? Handelt es sich wirklich um «Zugereiste»? Um interplanetarisch Inkarnierte? Das würde ja heißen ... Nicht auszudenken, was das heißen würde!

Fahren wir lieber im Text fort. Es kommt noch bunter.

(S. 26-27)

Aus den Sitzungsprotokollen: Franz

Franz: In die Lichtwelt und zurück

[...] Plötzlich wird es Franz schwindlig, und die Erinnerung an eine Operation steigt auf, die er im Alter von sechs Monaten hatte. Er gab seinen Körper für tot auf, entschwebte ... und geriet in eine «Bildermaschine».

«Ich bin sechs Monate alt. Bin gelähmt wegen Hirnhautentzündung. Bekomme eine Rückenmarkspunktion ohne Narkose. Scheinwerfer über mir. Zwei Ärzte, drei Schwestern. Bin zwei bis drei Meter oberhalb des Körpers. Sehe Mama unten, sie wartet draußen. Über mir ein Engel. Dann ein Durcheinander von Bildern, wie auf eine Leinwand geworfen: ein verletzter Japaner, eine tibetische Frau, eine kanadische Blockhütte. Dann über mir ein Himmelstor, strahlend hell. Das will ich behalten – doch zack! ist es weg. Wieder Bildersalat: Quäkerinnen in der Kirche. Ich sitz' wie im Kino, zehn Meter von der Leinwand weg. Alles dreidimensional, holographisch. Weitere Bilder kommen. Ich hänge mitten im Raum, vor mir die Bilder. Die sind auch mitten im Raum: eine Theaterbühne, eine Pferdekutsche, eine Moschee von innen. Hat nichts mit meinem Leben zu tun, ist eher älteres Zeug. Alles während ich auf dem Operationstisch liege. Mir ist kalt [jetzt, in der Sitzung]! Wie das Frösteln vor einer Operation.»

Wie lange dauert dieser Zustand? «Während der Operation etwa eine Stunde. Bin weit weg, in einer Scheinwelt. Über die Engelbilder bin ich dort hingeraten. Will dort bleiben. Ich sehe nun Bilder von Dingen, die es bei uns nicht gibt. Ich stehe vor einer weißen Mauer. Gänge führen in sie hinein. Ich kann mich an nichts mehr erinnern, was vorher war. Ich sehe nur den Film. Ohne Ende. Gelegentlich ärgere ich mich: So'n Scheiß!»

Kann Franz nicht weg von dort? «Nein. Obwohl ich will. Aber ich bin starr. Bekomme Kopfdruck, jetzt. Will weg von dem Quatsch, aber feinstoffliche Fäden halten mich. Wie ein Spinnennetz.»

«Ich weiß, mein Körper liegt da unten, ich aber bin ganz woanders, habe mit dem Körper nichts mehr zu tun. Gebe ihm keine Chance mehr. Fühl' mich auf der Astralebene wohl. Zurückgehen ist nicht wichtig. Die Ärzte haben mich aufgegeben, das spüre ich. ‹Da kann man nichts machen›, sagen sie.»

Es geht weiter: «Ich fröstele wieder. Die Bilder sind zu Ende. Bin dem Körper wieder näher. Der Körper reagiert. In mir ist plötzlich eine Bejahung zum Körper ... und danach reagiert er. Das Personal ist erstaunt, daß er sich bewegt. Ich höre Stimmen: Da hätte man nichts mehr retten können, sagt jemand. Ich liege da – schaue zum Personal hoch. Wahrnehmungsposition innen. Bin im OP-Raum. Der Film ist rum. Dann hält mich die Mutter im Arm. Wir sind beide froh.»

(S. 46-47)

Aus dem Exkurs «Im Himmel die Hölle?»

Himmel und Hölle sind Bewußtseinszustände oder, genauer gesagt, sie sind erfahrbar als Bewußtseinszustände. [...] Selbst im verkörperten Zustand ist man in seiner Erlebnisweise nicht auf das Materielle beschränkt. Wie weit der eigene Horizont geht, ist eine Frage des Bewußtseins.

Nehmen wir ein Beispiel aus einer Sitzung: Ein hochtrainierter Schamane oder Voodoo-Priester nahm eine bestimmte Droge, verließ des Nachts seinen Körper, besuchte einen Schlafenden und drangsalierte diesen. Die Zielperson (mein Sitzungspartner) fühlte sich am nächsten Tag krank, und die Krankheit blieb trotz medikamentöser Behandlung unerklärlicherweise bestehen. Wie konnte die Zielperson zum Opfer schwarzer Magie werden? Weil sie sich der Attacke nicht bewußt war. Der Voodoo-Priester hingegen war sich seiner Attacke sehr wohl bewußt, befand sich also relativ zum Opfer auf einer höheren Bewußtseinsstufe und gewann dadurch einen heimtückischen Vorteil.

Als die beiden nun des Nachts miteinander rangen, Geist gegen Geist, wo fand dieser Kampf statt? Auf der Erde? Im Himmel? In der Hölle? Auf der Erde bestimmt nicht – trotz Vorhandensein der beiden Körper –, sondern auf jeden Fall in der geistigen Welt. Und diese ist nichts anderes als eine Bewußtseinsdimension.

Womit haben wir es demzufolge zu tun, wenn wir von weisen Wesen hören, die aus geistigen Welten zu uns Erdlingen herunterwirken? Mit einem Dialog zwischen Bewußtseinsebenen. Demzufolge wäre es falsch, sich für einen «Erdling» zu halten, nur weil man auf der Erde verkörpert ist. Auch uns Menschen ist der Dialog mit himmlischen Regionen nicht verwehrt, vorausgesetzt, wir vermögen auf der dazu erforderlichen Bewußtseinsebene zu kommunizieren.

Fazit: Das Himmelreich wie auch die Hölle befinden sich zwar im Jenseits, erfaßbar sind sie aber schon jetzt und hier, im Leben, nicht erst nach dem Tode. Und höhere Wesen als uns selbst gibt es prinzipiell keine, weder auf der guten noch auf der bösen Seite. Sie sind «dort oben» weder heiliger noch stärker als wir, so daß wir im Umgang mit ihnen keine lähmende Ehrfurcht beziehungsweise keine Angst zu haben brauchen – immer vorausgesetzt, wir verfügen über das nötige Bewußtsein, um den Dialog auf gleicher Ebene führen zu können.

(S. 85-87)

Aus Kapitel 4: Gestrandete Raumschiffer unter uns

Der erste Teil, «Mission aus dem Jenseits», handelte von «gefallenen Sternenkindern», die auf ihrem Weg zur Erde dunklen astralen Mächten anheimfielen, ihre geistige Klarheit verloren und ihre Aufgabe vergaßen. Im nun folgenden zweiten Teil des Buches werden wir dem Phänomen «Raumschiffe» auf den Leib rücken, einem äußerst heiklen und kontroversen Thema. Da es in MindWalking-Sitzungen immer wieder auftaucht, darf es nicht unter den Teppich gefegt werden.

Es ist eine Tatsache, daß Sitzungspartner beim Erforschen der Hintergründe ihrer persönlichen Problematik gelegentlich auf Raumschiffgeschehnisse stoßen. Normalerweise würden sie nicht im Traum an so etwas denken. Erst während der Sitzung geht ihnen allmählich auf, in welche Richtung sich ihre Erinnerungen entwickeln, meist zu ihrer eigenen Verblüffung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Sitzungspartner ein Science-fiction-Fan ist oder nicht. Die meisten sind es übrigens nicht. Die Szenen drängen sich einfach auf, ganz gleich ob der Sitzungspartner zuvor die entsprechenden Filme oder Bücher gesehen bzw. gelesen hat oder nicht.

Manche Konfrontationen mit Außerirdischen, von denen Sie hier lesen werden, bestehen aus telepathischer Kontaktaufnahme, andere aus der gezielten Manipulation von Geistwesen ohne Körper, wieder andere aus der Drangsalierung verkörperter Geistwesen. Beginnen wir zunächst mit Percy und Friedrich, bei denen sich angehängte Energiewesen, ausgelöst durch Science-fiction-Lektüre, einschalteten und Raumschiff-Szenen «abspulten». Bei ihnen handelte es sich also nicht um eigene Erlebnisse. Anschließend gehen wir zu Schilderungen der persönlichen Begegnung mit Raumschiffen und deren Besatzung über.

(S. 123-124)

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